Marion

Seit Juni 2024 weiß ich offiziell, dass ich Autistin bin. Der Verdacht kam im Winter 2023 auf, nachdem ich seit 2008 schon weiß, dass ich hochbegabt bin.

Heute weiß ich, dass meine Hochbegabung meinen Autismus all die Jahrzehnte hinweg verdeckt (maskiert) hat. Dadurch war ich in der Lage, ein relativ „normales“ Leben zu führen. Ich habe zwei Kinder alleine großgezogen, mich nebenbei die Karriereleiter hochgearbeitet, etliche Fortbildungen und Zusatzausbildungen absolviert – bis sich im Sommer 2024 mein Akku verabschiedet hat. Seit Dezember 2024 bin ich mit einem autistischen Burnout arbeitsunfähig zuhause.

Seit meinem Verdacht habe ich versucht, so viel Informationen wie möglich über Autismus im allgemeinen und weiblichen Autismus im besonderen zu finden. Dabei ist mir aufgefallen, dass es die neueren Forschungsergebnisse und (für mich) brauchbare Erfahrungsberichte zu einem großen Teil nur auf Englisch gibt. Das finde ich sehr schade.

Und so versuche ich, das, was ich an Informationen gesammelt habe und weiter finde und was ich als für mich ergiebig erfahren habe, auf diese Weise weiterzugeben. Ich hoffe, damit das in Deutschland immer noch vorherrschende Bild von Autismus ein bisschen aufweichen und aktualisieren zu können.

Sofern ich mich auf bestimmte Quellen berufe, werde ich sie im Text nennen.


Ü55, weiblich, hochbegabt, spätdiagnostizierte Autistin.